"Muss mich distanzieren": Stuckrad-Barre beendet 30-jährige Freundschaft mit Christian Ulmen
Fast 30 Jahre lang galten Benjamin von Stuckrad-Barre und Christian Ulmen als unzertrennlich. Jetzt sorgte eine Erschütterung für das abrupte Ende dieser Freundschaft – und das öffentliche Bekenntnis von Stuckrad-Barre lässt viele im Promi-Universum aufhorchen.
Donnerstags hat alles begonnen: Als Benjamin von Stuckrad-Barre am 19. März 2026 die Schlagzeile des Spiegel „Du hast mich virtuell vergewaltigt“ sah, geriet sein Weltbild ins Wanken. Es ging um schwere Vorwürfe gegen seinen langjährigen Freund Christian Ulmen. Die erhob Collien Fernandes, bekannt aus Film und Fernsehen, die mit einer Anzeige die Ermittlungen gegen Ulmen ins Rollen brachte. Für Stuckrad-Barre bedeutete diese Enthüllung das abrupte Ende einer fast 30-jährigen Freundschaft – eine Zäsur, die er in aller Öffentlichkeit kommentiert.
Aus Freundschaft wird Distanz – Stuckrad-Barre bricht sein Schweigen
Mit ungewöhnlicher Deutlichkeit gab Stuckrad-Barre seine Entscheidung bekannt. „Ich muss mich hier ganz klar von meinem Freund Christian distanzieren“, verkündete er öffentlich und betonte, wie sehr ihn die Enthüllungen persönlich getroffen hätten. Die Vorwürfe, die Fernandes gegen Ulmen erhebt, hält Stuckrad-Barre für „gut belegt“. Sie hätten ihn, wie er sagt, „auf mehreren Ebenen eine immense Erschütterung“ verursacht. Seine Gefühlslage beschreibt er selbst als „in einer Art Schockzustand und noch immer weit davon entfernt, das alles zu begreifen“.
Klartext über Verantwortung, Gewalt und Solidarität
Die nun an ihn herangetragene Realität ließ Stuckrad-Barre keinen Spielraum für Kompromisse. „Digitale sexualisierte Gewalt ist Gewalt. Und bei Gewalt endet alles, wirklich alles.“ Für ihn steht außer Frage, dass Collien Fernandes „ohne Wenn und Aber Opfer entsetzlicher digitaler Gewalt geworden“ ist, „und dass offenbar auch durch Christian“. Weiter erklärte er:
„Mein Mitgefühl, meine Solidarität gehört alleiniglich ihr.“
Besonders an Männer gerichtet, fordert er einen Perspektivwechsel:
„Dass wir, vor allem wir Männer, uns einen Satz wirklich abgewöhnen müssen: ‘Das kann ich mir nicht vorstellen.’“
Sein öffentliches Statement begründet er auch mit gesellschaftlicher Verantwortung:
„Es fällt mir sehr schwer, leicht ist nichts daran, aber es ist simpel: Ich muss mich hier ganz klar von meinem Freund Christian distanzieren, muss das deutlich benennen, weil Schweigen nicht ganz zu Unrecht aufgefasst werden könnte als Billigung.“
Reaktionen, Konsequenzen und die Rolle der Unschuldsvermutung
Die Wellen der Enthüllung schlugen rasch auch in der Medienlandschaft und Werbung hohe Wellen. Eine große Werbekampagne mit Ulmen wurde „auf Eis gelegt“, die erfolgreiche Serie „Jerks“ verschwand kurz darauf aus der Mediathek. Inzwischen laufen laut Medienangaben offizielle Vorermittlungen, Christian Ulmen steht aber weiter unter der Prämisse der Unschuldsvermutung. Während sich Ulmen direkt bisher nicht äußerte, meldete sich sein Anwalt mit den Worten zu Wort: „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“. Rechtliche Schritte seien bereits in die Wege geleitet worden, wie die Verteidiger betonen. Die Zukunft, wie es für die Beteiligten weitergeht – in der Justiz wie im öffentlichen Ansehen –, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen.
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